Cannabis bei interstitieller Zystitis: CB1 in der Blasenwand und Mastzell-Hemmung
Interstitielle Zystitis ist eine chronische Blasenentzündung ohne nachweisbare Infektion — mit bis zu 60 Harndrang-Episoden täglich und dauerhaftem Beckenbodenschmerz. Cannabis trifft hier zwei IC-Kernmechanismen: CB1-Rezeptoren im Blasenmuskel dämpfen die Überaktivität, CBD hemmt die überaktiven Mastzellen in der Blasenwand die Histamin ausschütten.
IC-Symptome und Cannabis-Ansprechen
| IC-Symptom | Cannabis-Wirkung | Evidenz |
|---|---|---|
| Beckenbodenschmerz | Gut | Anekdotisch stark |
| Nykturie (Nacht-Harndrang) | Gut | MS-Studien (Sativex) |
| Harndrang-Frequenz | Variabel | Begrenzte Daten |
| Schlafstörungen | Sehr gut | Gut belegt |
IC und Rauchen: unbedingt auf Vaporizer oder Edibles umsteigen
Cannabis-Rauchen mit Tabak (Joints) ist für IC-Patienten kontraproduktiv — Tabak und Verbrennungsrückstände sind bekannte IC-Trigger und können Schübe auslösen. Nur Vaporizer (rein Dampf, kein Rauch) oder Edibles und Öle verwenden. Bei der IC-Diät (Vermeidung von Koffein, Säuren, Alkohol) ist ohnehin ein bewussterer Umgang mit allen Substanzen nötig.