Cannabis bei Appetitlosigkeit: Munchies-Mechanismus, Sorten und Grenzen
THC stimuliert Ghrelin, unterdrückt Leptin und macht Essen bis zu 40% kalorienreicher — das ist kein Mythos sondern ein gut verstandener Hypothalamus-Effekt. Bei krankheitsbedingter Appetitlosigkeit ist Cannabis eine der wirksamsten Optionen; bei echter Anorexia nervosa bleibt Psychotherapie unersetzlich.
Cannabis-Wirkung auf Hunger-Hormone
| Hormon/Signal | Normal | Unter THC | Effekt |
|---|---|---|---|
| Ghrelin (Hungerhormon) | Ansteigt vor Mahlzeit | Erhöht | Mehr Hunger |
| Leptin (Sättigung) | Ansteigt nach Mahlzeit | Signal gedämpft | Weniger satt |
| Geruchssensitivität | Normal | Erhöht | Essen riecht besser |
| Dopamin bei Essen | Normal | Verstärkt | Essen befriedigender |
Munchies-Toleranz: das unterschätzte Problem
Wer täglich Cannabis konsumiert verliert innerhalb von Wochen den appetitanregenden Effekt — Toleranz gegen den Hunger-Effekt entwickelt sich genauso wie gegen den psychoaktiven Effekt. Für medizinische Appetit-Steigerung deshalb: gezielt vor Mahlzeiten einsetzen, Pause-Tage einbauen, nicht dauerhaft täglich.