OffenIn Bayern ist für jede kreisfreie Stadt das lokale Stadtgesundheitsamt zuständig, für Landkreise das jeweilige Landratsamt. Anträge werden nach dem CanG-Leitfaden des Bayerischen LGL geprüft.
| Stadt / Region | Einwohner | Clubs (CannaSocialClub.de) | Zuständige Behörde |
|---|---|---|---|
| München | 1.512.000 | 4 Clubs (2 offen) | Referat für Gesundheit und Umwelt (RGU) |
| Nürnberg | 521.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Nürnberg |
| Augsburg | 300.000 | 1 Club (1 offen) | Gesundheitsamt Augsburg |
| Regensburg | 157.000 | 2 Clubs (2 offen) | Gesundheitsamt Regensburg |
| Ingolstadt | 140.000 | 1 Club | Gesundheitsamt Ingolstadt |
| Würzburg | 130.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Würzburg |
| Fürth | 131.000 | 1 Club | Gesundheitsamt Fürth |
| Erlangen | 116.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Erlangen-Höchstadt |
| Bamberg | 77.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Bamberg |
| Bayreuth | 75.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Bayreuth |
| Landshut | 75.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Landshut |
| Rosenheim | 65.000 | 1 Club | Gesundheitsamt Rosenheim |
| Kempten | 69.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Kempten |
| Schweinfurt | 53.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Schweinfurt |
| Aschaffenburg | 72.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Aschaffenburg |
| Passau | 54.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Passau |
| Straubing | 48.000 | Noch kein Eintrag | Gesundheitsamt Straubing-Bogen |
| Neumarkt i.d.O. | 40.000 | Noch kein Eintrag | Landratsamt Neumarkt i.d.OPf. |
| Freising | 50.000 | Noch kein Eintrag | Landratsamt Freising |
| Fürstenfeldbruck | 37.000 | Noch kein Eintrag | Landratsamt Fürstenfeldbruck |
Warum hat Bayern trotz 13 Millionen Einwohnern so wenige Clubs? Dieser Vergleich zeigt, was Bayern von anderen Bundesländern unterscheidet.
| Merkmal | Bayern | Berlin | NRW | Hamburg |
|---|---|---|---|---|
| Genehmigungsdauer | 4–6 Monate | 10–14 Wochen | 2–4 Monate | 8–12 Wochen |
| Clubs / 100.000 EW | ~0,08 | ~0,27 | ~0,48 | ~0,74 |
| Behörden-Haltung | Restriktiv | Offen | Neutral | Offen |
| Klage gegen CanG | Ja (abgewiesen) | Nein | Nein | Nein |
| Antragsaufwand | Sehr hoch | Mittel | Mittel | Gering |
Wer in Bayern einem Anbauverein beitreten oder einen gründen möchte, sollte diese Punkte sorgfältig prüfen:
§ 11 Abs. 1 CanG (Anbaugemeinschaften):
„Anbaugemeinschaften dürfen Cannabis [...] ausschließlich für den Eigenbedarf ihrer Mitglieder anbauen und an ihre Mitglieder abgeben. [...] Die Anbaugemeinschaft bedarf einer Erlaubnis der zuständigen Behörde."§ 11 Abs. 2 CanG (Mitgliederzahl):
„Die Mitgliederzahl einer Anbaugemeinschaft ist auf 500 Personen begrenzt."§ 11 Abs. 4 CanG (Mindestabstand):
Quelle: Cannabisgesetz (CanG), BGBl. I 2024 Nr. 109, in Kraft getreten 1. April 2024
„Der Anbauort muss einen Mindestabstand von 200 Metern zu Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie öffentlichen Spielplätzen einhalten."
Der Bayerische Rundfunk hat einen Cannabis Social Club in Bayern beim Prozess zur Anbauerlaubnis begleitet — von der Gründung bis zur Genehmigung.
Bayern hat wenige offene Clubs — mit CannaZen erreichst du medizinisches Cannabis bundesweit per Online-Sprechstunde. Kein Vereinsbeitritt, kein Warten.
Ein Cannabis Social Club (CSC) ist ein nicht-kommerzieller Verein, in dem Mitglieder gemeinsam Cannabis anbauen und untereinander abgeben — legal nach dem Cannabisgesetz (CanG) seit April 2024. In Bayern sind aktuell 10 Anbauvereine eingetragen, davon 5 offen für neue Mitglieder.
Bayern ist das Bundesland mit der restriktivsten Umsetzung des Cannabisgesetzes (CanG) — und gleichzeitig das drittgrößte Flächenland mit über 13 Millionen Einwohnern. Die Bayerische Staatsregierung (CSU/FW) hat 2024 aktiv gegen das CanG vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt — erfolglos. Das Gericht bestätigte das Gesetz. Dennoch instruiert das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) die Kreisverwaltungsbehörden, Anträge auf Anbauerlaubnis so sorgfältig wie bundesrechtlich möglich zu prüfen. Das Ergebnis: Bearbeitungszeiten von 4–6 Monaten (Bundesdurchschnitt: 2–4 Monate), hohe Anforderungen an Sicherheitskonzepte und Suchtpräventionspläne, und eine Clubdichte von rund 0,08 Clubs je 100.000 Einwohner (laut CannaSocialClub.de) — deutlich unter dem bundesweiten Durchschnitt von ~0,39. Trotzdem wächst die Szene: In München, Nürnberg, Augsburg und Regensburg sind Clubs aktiv und nehmen zum Teil neue Mitglieder auf. Wer in Bayern einem Anbauverein beitreten will, sollte die Satzung des Clubs sorgfältig prüfen und den aktuellen Genehmigungsstatus direkt beim Vorstand erfragen.
Voraussetzungen für die Mitgliedschaft: mindestens 18 Jahre, Hauptwohnsitz in Deutschland, kein gleichzeitiges Mitglied in einem anderen Club. Die Mitgliedsbeiträge variieren je nach Club (typisch 10–30 €/Monat plus Produktkosten). Bei ausgebuchten Clubs lohnt eine Wartelisten-Anfrage.
Wichtige Begriffe:
Seit April 2024 darf jeder Volljährige bis zu 3 Pflanzen privat zuhause anbauen — ohne Vereinsmitgliedschaft.
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