Cannabis und Diabetes Typ 2
Das Paradox: Cannabis-Konsumenten essen mehr (Munchies), haben aber im Durchschnitt niedrigeren BMI und bessere Insulinsensitivität als Nichtkonsumenten. Wie erklärt sich das?
Schlüssel-Studienergebnisse
| Studie | Ergebnis |
|---|---|
| NHANES-Analyse 2013 (4657 Teilnehmer) | Cannabis-Nutzer: 16% niedrigere Nüchterninsulin, kleinerer Bauchumfang |
| Murray et al. 2016 | CBD verbesserte Insulinsensitivität in Fett-Zellen (in vitro) |
| Jadoon et al. 2016 (RCT) | THCV verbesserte Nüchternblutzucker, HDL-Cholesterin bei Typ-2 |
| Penner et al. 2013 | Aktuelle Cannabis-Nutzer: signifikant niedrigere Prävalenz Typ-2 |
Für Diabetiker: Praktische Hinweise
THC-induzierter Appetit kann Diätpläne sabotieren. CBD ohne THC ist für metabolische Ziele wahrscheinlich sinnvoller. THCV-reiche Sorten sind interessant aber schwer zugänglich. Wichtigste Maßnahme: Blutzucker engmaschig überwachen in den ersten 4–6 Wochen bei Cannabis-Neustart. Wechselwirkungen mit Metformin und Sulfonylharnstoffen nicht ausgeschlossen.