Cannabis bei Fibromyalgie: Schmerz, Schlaf und der Endocannabinoid-Faktor
Fibromyalgie ist eine der Erkrankungen mit der stärksten anekdotischen Evidenz für Cannabis. Surveys zeigen Verbesserungen die andere Therapien nicht erreichen — die Endocannabinoid-Defizit-Theorie liefert den biologischen Erklärungsansatz.
Cannabis-Wirkung bei Fibromyalgie-Symptomen
| Symptom | Cannabis-Effekt | Geeigneter Cannabinoid-Typ |
|---|---|---|
| Chronische Schmerzen | Mittel-gut | THC + CBD |
| Schlafstörungen | Gut | THC-dominant abends |
| Fibro-Fog (kognitive Beeintr.) | Gemischt | CBD tagsüber |
| Fatigue | Begrenzt | CBD/Sativa-dominante |
| Angstzustände | Gut (CBD) | CBD, niedrig-THC |
| Muskelverspannungen | Mittel | THC (Muskelrelaxans) |
Die Endocannabinoid-Defizit-Theorie
Dr. Ethan Russo postuliert, dass Fibromyalgie, Migräne und Reizdarmsyndrom durch chronisch niedrige Endocannabinoid-Spiegel mitverursacht werden könnten. Cannabis würde dieses Defizit ausgleichen — ähnlich wie Insulin bei Typ-1-Diabetes. Diese Theorie erklärt, warum so viele Fibromyalgie-Patienten auf Cannabis ansprechen wenn andere Therapien versagen.
Praktische Cannabis-Strategie bei Fibromyalgie
Tagsüber: CBD-dominante Produkte (keine psychoaktive Beeinträchtigung) für Hintergrundschmerz. Abends: ausgewogenes THC:CBD (1:1) für Schlaf und intensivere Schmerzlinderung. Bei akuten Schmerz-Peaks: Vaporizer für schnellen Wirkungseintritt. Sehr langsam beginnen: 2,5mg THC zur Eingewöhnung, wöchentlich steigern.