Krankenkasse und medizinisches Cannabis: wann zahlt die GKV?

Seit 2017 können Ärzte Cannabis direkt verschreiben und die GKV muss zahlen — wenn die Voraussetzungen stimmen. Ablehnungen sind häufig, Widersprüche oft erfolgreich.

Voraussetzungen für GKV-Erstattung

Person atmet tief durch zur Entspannung
Tiefe Atemübungen unterstützen die entspannende Wirkung von Cannabis
KriteriumWas gemeint ist
Schwere ErkrankungChronisch, erheblich die Lebensqualität beeinträchtigend
Therapiealternativen ausgeschöpftMindestens 2 andere Therapien dokumentiert versucht
Positive WirkungserwartungArzt muss dies medizinisch begründen
Arzt-EntscheidungBehandelnder Arzt befürwortet Cannabis-Therapie

Ablehnung erhalten? Widerspruch lohnt sich

20-40% der Erstanträge werden abgelehnt — aber 50-60% der Widersprüche sind erfolgreich. Widerspruch muss binnen 4 Wochen nach Ablehnung eingelegt werden. Ein fachärztliches Gutachten als Anlage verbessert die Erfolgsaussichten erheblich. Wenn auch der Widerspruch abgelehnt wird: Sozialgericht ist die nächste Instanz — bei Dringlichkeit einstweilige Verfügung möglich.

Praktischer Tipp für den Erstantrag

Schmerztagebuch, Dokumentation bisheriger Therapien und ein ausführliches Arztschreiben sind entscheidend. Je besser dokumentiert, desto weniger Spielraum für den MDK zur Ablehnung. Auf r/medizinischescannabis finden sich viele Erfahrungsberichte zum Antragsprozess.

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