| Spektrum | Wellenlänge | Wirkung bei Cannabis |
|---|---|---|
| UV-B | 280–315 nm | Trichom-Schutzreaktion (umstritten), Qualitätsboost |
| Violett/Blau | 400–500 nm | Kompakter Wuchs, Chlorophyll-A, Veg-Phase relevant |
| Blau-Grün | 500–550 nm | Sekundäre Photosynthese |
| Gelb/Orange | 560–620 nm | Schwächere Chlorophyll-Absorption |
| Rot | 620–680 nm | Haupttreiber Photosynthese, Blütenentwicklung |
| Dunkelrot (Far-Red) | 700–750 nm | Emerson-Effekt, Blüteauslösung (EOD FR) |
Warum Vollspektrum (weißes Licht) gut funktioniert: deckt alle relevanten Wellenlängen gleichzeitig ab. Pflanzen in der Natur haben auch kein reines Blau oder Rot — sie bekommen Vollspektrum-Sonnenlicht. Farbtemperatur: 3000–3500K (warmweiß) = etwas mehr Rotanteil → ideal für Blüte. 4000–5000K (neutralweiß/kühles Weiß) = mehr Blauanteil → besser für Veg. Viele moderne Quantum Boards: 3000K + Supplementierung mit Deep Red (660nm) und Far-Red — sehr gute Kombi.
Blaulicht (400–500nm) aktiviert Cryptochrome-Photorezeptoren in der Pflanze. Effekt: kompakterer, gedrungener Wuchs (Internodien-Abstand kleiner). Vorteil: kompaktere Pflanze in Veg = besser für kleine Boxen. Praxis: 6500K-Tageslicht-Lampen für Veg-Bereich sind günstig und fördern kompakten Wuchs. Aber: auch mit 3000K warmweißem Licht in Veg wächst Cannabis gut — nur etwas streckiger. Für die meisten Heimgrower: eine gute Vollspektrum-Lampe für alle Phasen ist einfacher als zwei verschiedene Lampen.
Far-Red (700–750nm) hat einen messbaren Effekt: Emerson-Effekt beschreibt die synergistische Wirkung von Rot (660nm) + Far-Red (730nm) — Photosyntheserate ist höher als mit beiden einzeln. Praxis-Anwendung: viele LEDs enthalten Far-Red-LEDs für diesen Effekt. EOD Far-Red (End of Day): 15–30 Minuten Far-Red nach Licht-Aus. Studien zeigen mögliche Beschleunigung der Blüteauslösung und leicht erhöhte Bud-Entwicklung. Far-Red ist einer der wenigen Spektrum-Zusätze mit klarerem wissenschaftlichen Rückhalt als UV-B.
Wichtigkeit der Licht-Faktoren für Cannabis-Ertrag und -Qualität (Reihenfolge): 1) PPFD-Intensität (genug Licht überhaupt). 2) Gleichmäßige Verteilung (PPFD-Map). 3) Lichtzyklus (18/6 vs. 12/12). 4) Spektrum (Blau/Rot-Verhältnis). 5) Far-Red-Supplementierung. 6) UV-B (umstritten). Wer PPFD-Probleme hat (zu wenig Licht) und dann Zeit in Spektrum-Optimierung investiert: falsche Priorität. Erst genug Licht, dann optimal.
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