Monster Cropping: Klone aus der Blüte für buschige Pflanzen ohne Mutterpflanze

Monster Cropping nutzt das hormonelle Chaos der Re-Vegetation: ein Klon aus einer blühenden Pflanze in Woche 2-3 trägt die Blütenhormone mit und entwickelt bei Rückkehr unter 18h Licht 2-3x mehr Verzweigungen als ein normaler Klon. Kein Topping nötig, keine Mutterpflanze — aber 6-9 Wochen länger als Standard-Klone.

Monster Cropping vs. andere Techniken

Net-Training einer Cannabis-Pflanze
Training-Netze halten den Canopy gleichmäßig und maximieren den Ertrag pro Watt
TechnikVerzweigungenZeitaufwandSchwierigkeit
Normaler KlonNormal4-6 WochenEinfach
Klon + Topping2x mehr6-8 WochenMittel
Monster Crop3-5x mehr10-15 WochenMittel-hoch

Re-Veg-Blätter sind kein Krankheitssymptom

Die einzelfingrigen, verdrehten Blätter die in den ersten zwei Wochen nach der Bewurzelung erscheinen, schrecken viele Grower ab. Das Gegenteil ist der Fall: diese Blätter sind das Zeichen dass die Re-Vegetation funktioniert. Die Pflanze re-programmiert ihr Hormonsystem. Wer jetzt keine Fehler macht (nicht zu viel düngen, Feuchtigkeit hochhalten), sieht ab Woche 3 normale Blätter mit explosivem Seitenwachstum.

Häufige Fragen

Was ist Monster Cropping und wie funktioniert es?
Monster Cropping Grundprinzip: Klone werden nicht in der Vegetationsphase genommen wie normal, sondern aus einer bereits blühenden Pflanze in Woche 2-3 der Blüte. Was passiert: Klon aus Blütephase-Pflanze zurück unter 18h Licht — Pflanze versucht zu re-vegetieren. Re-Vegetation ist hormonelles Chaos: die Pflanze vergisst normales Wachstumsmuster. Ergebnis: extrem buschiges, chaotisches Wachstum mit deutlich mehr Verzweigungen als normale Klone. Warum das funktioniert: in der Blüte produziert Cannabis mehr Zytokinine (Verzweigungshormone) und weniger Auxin (Streckungshormone). Klon aus dieser Phase trägt diese Hormon-Prägung mit. Bei Re-Vegetation entstehen mehrfach verzweigte, verdrehte Blätter (3-5 Fingrig statt 7-9 Fingrig) — typisches Re-Veg-Zeichen. Zeitaufwand: Monster-Crop-Klone brauchen 3-4 Wochen länger bis zur Bewurzelung. Re-Vegetation dauert 3-5 Wochen. Gesamtzeit bis zum nächsten Grow: 6-9 Wochen länger als normaler Klon. Wann sinnvoll: wenn man keine separate Mutterpflanze halten will. Wenn man sehr buschige Pflanzen für SOG oder SCROG will.
Wie nimmt man Monster-Crop-Klone und wie bewurzelt man sie?
Monster Cropping Schritt-für-Schritt-Anleitung: Wann Klone nehmen: Blütewoche 2-3 optimal. Nach Woche 3: Blütenentwicklung zu weit fortgeschritten, Bewurzelung wird schwieriger. Vor Woche 2: noch nicht genug Blütenhormone für maximalen Monster-Cropping-Effekt. Trieb-Auswahl: untere Seitenäste bevorzugen (höherer Auxin-Gehalt). 10-15cm lang, mit einigen Blütensätzen. Klone nehmen: 45°-Schnitt unter Knoten. Unter Wasser schneiden (Luftblase vermeiden). Blütenansätze entfernen (reduzieren Energieverlust). In Bewurzelungsgel (Clonex) tauchen. In Steinwolle oder Jiffy-Pellet setzen. Bewurzelungsbedingungen für Blüte-Klone: 70-80% rH wie normale Klone. 22-26°C. Schwaches Licht 18-20h sofort zurück auf Vegetations-Lichtzyklus. Kritisch: Kuppelhaube 10-14 Tage (Blüten-Klone transpirieren mehr wegen Blütenstruktur). Erwartung: Bewurzelung dauert 2-4 Wochen (langsamer als Veg-Klone). Erste Re-Veg-Zeichen: einzelfingrige runde Blätter, verdreht — das ist normal und ein gutes Zeichen.
Wie sieht die Re-Vegetation bei Monster-Crop-Klonen aus?
Monster Cropping Re-Vegetation und was man sieht: Phase 1 Woche 1-2 nach Bewurzelung: einzelfingrige, runde Blätter. Wirkt krank, ist aber normal. Blütenansätze sterben ab (Pflanze zieht Energie zurück). Phase 2 Woche 2-3: dreifingrige Blätter. Pflanze fängt an, wieder normal auszusehen. Buschiger Wuchs schon sichtbar. Phase 3 Woche 3-5: normale Cannabis-Blätter mit 5-7 Fingern. Extremes Seitenwachstum setzt ein. 3-5x mehr Verzweigungen als normaler Klon. Phase 4 Woche 5-8: Pflanze ist bereit für Training oder direkten Übergang zur Blüte. Ergebnis: Monster-Crop-Pflanze hat oft 2-3x mehr Haupt-Kolas als eine normale Pflanze ohne Training. Für SCROG: Monster-Crop-Klon unter ein Netz — füllt das Netz viel schneller und gleichmäßiger als normaler Klon. Häufige Fehler: Kuppelhaube zu früh abnehmen. Blütenansätze nicht entfernen. Zu viel Düngen in Re-Veg (niedrige EC 0,8-1,0 anfangs).
Wann ist Monster Cropping besser oder schlechter als andere Techniken?
Monster Cropping vs. andere Methoden: Vorteile gegenüber normalen Klonen: deutlich mehr Verzweigungen ohne zusätzliches Topping. Keine separate Mutterpflanze nötig (Klon von einer Pflanze die sowieso blüht). Klone können von der besten Pflanze eines Grows nach Pheno-Hunting genommen werden. Nachteile gegenüber normalen Klonen: 6-9 Wochen langsamer als normaler Klon. Bewurzelung unsicherer (geringere Erfolgsrate als Veg-Klone). Komplexerer Prozess. Vergleich zu anderen Trainingstechniken: Monster Cropping vs. Topping: Topping erzeugt 2 Triebe aus einem. Monster Crop erzeugt natürlichen Multi-Branch-Effekt ohne chirurgische Verletzung der aktuellen Pflanze. Monster Cropping vs. Manifolding: Manifolding ist strukturierter und vorhersehbarer. Monster Crop ist chaotischer aber manchmal mit mehr Ertrag. Nicht empfohlen für: Autoflower (zu lange Zeitverzögerung). Grower mit wenig Platz und Zeit. Anfänger (zu viel auf einmal).
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