Cannabis als Opioid-Ersatz

Die Opioid-Krise ist in Deutschland weniger ausgeprägt als in den USA, aber chronisch Schmerzerkrankte kennen die Nebenwirkungen und Risiken von Langzeit-Opioid-Therapie. Cannabis bietet einen evidenzbasierten Ausweg — mit Bedingungen.

Studienübersicht: Cannabis und Opioid-Reduktion

Komplett eingerichtetes Growzelt
Ein vollständiges Growzelt-Setup mit Beleuchtung, Belüftung und Bewässerung
StudieErgebnisPatientengruppe
Boehnke et al. 201964% reduzierten Opioid-DosisChronischer Schmerz, Med. Cannabis
Haroutounian et al. 201644% Opioid-Reduktion möglichNeuropathieschmerz
Lucas & Walsh 201732% setzten Opioide ganz abKanada, breites Schmerzspektrum
Aviram & Samuelly-Leichtag 201747% Opioid-Reduction nach 6 Mo.Onkologische Patienten

Wann Cannabis kein Opioid-Ersatz ist

Bei akutem postoperativen Schmerz, Tumorschmerz im fortgeschrittenen Stadium oder wenn eine schnelle starke Analgesie nötig ist, sind Opioide weiterhin Mittel der Wahl. Cannabis ist kein Notfallanalgetikum. Der Wirkungseintritt ist zu langsam, die Dosierung zu variabel und die Analgesie zu moderat für diese Situationen. Sinnvoll ist Cannabis als begleitende Langzeitstrategie zur Opioid-Einsparung.

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