Cannabis bei PTBS: was die Neurobiologie erklärt und was hilft
Bei PTBS ist das Endocannabinoid-System nachweislich verändert — weniger Anandamid, weniger CB1-Rezeptoren. Cannabis kann einige dieser Defizite teilweise ausgleichen und Albträume sowie Angstreaktionen reduzieren.
PTBS-Symptome und Cannabis-Wirkung
| Symptom | Cannabis-Effekt | Empfohlener Typ |
|---|---|---|
| Albträume | Gut (REM-Unterdrückung) | THC abends |
| Angst/Hypervigilanz | Mittel (dosisabhängig) | CBD, niedrig-THC |
| Schlafstörungen | Gut | THC-Indica abends |
| Flashbacks | Anekdotisch positiv | CBD sublingual |
| Emotionale Taubheit | Ambivalent | Vorsicht! |
Albträume und THC: die REM-Unterdrückung
THC unterdrückt den REM-Schlaf — genau die Schlafphase in der lebhafte Träume und Albträume auftreten. Für PTBS-Patienten bedeutet das: weniger traumatische Träume, erholsamerer Schlaf. Wichtig: beim Absetzen von THC kommt es zu REM-Rebound (intensivere Träume für 1-2 Wochen) — das vorsichtig einplanen.
Therapeutische Begleitung notwendig
Cannabis kann Symptome lindern, aber Trauma nicht heilen. EMDR, CPT und andere Traumatherapien sind notwendig um die Ursache anzugehen. Cannabis als Alleinbehandlung riskiert emotionale Betäubung und Toleranzentwicklung ohne wirkliche Verarbeitung des Traumas. Ideal: Cannabis unterstützt das Symptommanagement während die Therapie voranschreitet.