Cannabis bei Reizdarmsyndrom: der Darm als ECS-Zielorgan
Der Darm ist mit CB-Rezeptoren durchzogen — Cannabis kann Darmschmerzen, Krämpfe und Motilitätsprobleme beeinflussen. Der IBS-Subtyp (Durchfall vs. Verstopfung) bestimmt welche Cannabinoide helfen.
Cannabis nach IBS-Subtyp
| IBS-Typ | Cannabis-Ansatz | Wirkung |
|---|---|---|
| IBS-D (Durchfall) | THC-haltig, Indica | Verlangsamt Darm-Transit |
| IBS-C (Verstopfung) | CBD-dominante, kein THC | Anti-entzündlich ohne Motilitäts-Bremse |
| IBS-M (gemischt) | 1:1 THC:CBD oder CBD | Schmerz + Entzündung |
| Schmerzen (alle) | Beta-Caryophyllen-Sorten | CB2-Analgesie ohne Motilitätseffekt |
Warnung: Cannabis Hyperemesis Syndrom
Bei schwerem chronischem Cannabis-Konsum kann Cannabis Hyperemesis Syndrom (CHS) entstehen — intensive zyklische Übelkeit und Erbrechen die nur durch Cannabis-Abstinenz aufhört. Für IBS-Patienten die täglich konsumieren ist das ein reales Risiko. Cannabis intermittierend einsetzen, nicht täglich.