Stickstoff ist essenziell im Veg, aber ein Gegner in der Blüte. Zu viel N in der Blütephase hemmt Phosphor-Aufnahme, reduziert Blütenentwicklung und Harzproduktion. Der Grower sieht eine dunkelgrüne, kräftig wirkende Pflanze — und wundert sich warum die Buds so klein und locker sind. Die Lösung: N schon 1–2 Wochen vor dem Lichtumstieg reduzieren.
| Problem | Blattfarbe | Clawing | Blatt-Textur | Substrat |
|---|---|---|---|---|
| N-Toxizität | Dunkelgrün, fast blau-grün | Ja, Klaue nach unten | Fest, steif, prall | Normal trocknend |
| Überwässerung | Normal bis hellgrün | Ja, schlaff nach unten | Weich, schlaff | Dauerhaft nass |
| Hitzestress | Hellgrün, Ränder gelb/braun | Gelegentlich | Trocken, ledrig | Normal |
| pH-Lockout | Verschiedene Symptome | Nein | Normal | Normal |
| Gesund | Mittleres Grün | Kein Clawing | Fest, elastisch | Normal |
Keine weiteren stickstoffreichen Dünger mehr. Wenn du Veg-Dünger (hoher N-Anteil wie 3-1-2) verwendest: ab sofort auf Blüte-Dünger (1-3-2) wechseln oder erst mal nur Wasser.
2–3× Topfvolumen reines, pH-korrigiertes Wasser hindurchlaufen lassen — nicht alles auf einmal, sondern in 2–3 Runden über 1–2 Tage. Ziel: überschüssige Nährsalze aus dem Substrat waschen.
Manchmal ist das eigentliche Problem ein pH-bedingter Lockout der wie N-Toxizität aussieht (Pflanze nimmt durch falschen pH zu viel N auf). pH 6,0–6,5 bei Erde sicherstellen.
Clawing-Blätter erholen sich meist nicht vollständig — das ist normal. Neue Blätter wachsen gerade nach wenn das Problem behoben ist. 5–7 Tage nach der Korrektur zeigen sich Verbesserungen.
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