| Terpen | Geruch / Aroma | Wirkung / Charakter | Typische Sorten |
|---|---|---|---|
| Myrcen (β-Myrcen) | Erdig, moschusartig, mango-fruchtig | Häufigstes Terpen in Cannabis. Verstärkt THC-Aufnahme ins Gehirn, sedierend, Couch-Lock-Charakter. Mehr als 0,5% Myrcen = Indica-ähnliche Wirkung. | OG Kush, White Widow, Granddaddy Purple, Blue Dream |
| Limonen (D-Limonen) | Zitrus, Zitrone, Orange | Aufhellend, stimmungsaufhellend, anti-Angst. Cerebral, energetisch. Häufig in Sativas. Auch in echten Zitronen. | Lemon Haze, Super Lemon Haze, Gelato, Wedding Cake |
| α-Pinen | Kiefernwald, frisch, harzartig | Fokussierend, gedächtnisfördernd (Acetylcholinesterase-Hemmer). Kann Kurzzeit-Gedächtniseffekte von THC abmildern. Bronchodilatator. | Jack Herer, Blue Dream, OG Kush, Dutch Treat |
| β-Caryophyllen | Pfeffrig, würzig, holzig, Nelke | Einziges Terpen das direkt an CB2-Rezeptoren bindet. Entzündungshemmend, schmerzlindernd. Auch in schwarzem Pfeffer, Nelken. | Gorilla Glue, GSC (Girl Scout Cookies), Bubba Kush, Chemdog |
| Linalool | Lavendel, blumig, leicht süß | Beruhigend, angstlösend, schlaffördernd. Häufig in Lavendel. Verstärkt GABA-Aktivität (ähnlich wie Benzodiazepine, aber mild). | Lavender, LA Confidential, Amnesia Haze, OG Kush |
| Terpinolen | Frisch, blumig, holzig, leicht rauchig | Eher selten als Primär-Terpen. Leicht sedierend aber komplex — schwer zu kategorisieren. Häufig in "uplifting" Sativas. | Jack Herer, Ghost Train Haze, Amnesia, Dutch Treat |
| Ocimen | Süß, blumig, herb | Antioxidativ, antifungal. Aromatisch komplex. Häufig als Sekundär-Terpen das das Profil abrundet. | Clementine, Golden Goat, Strawberry Cough |
| Humulen (α-Humulen) | Holzig, erdig, Hopfen-ähnlich | Appetitzügelnd (ungewöhnlich für Cannabis!). Antientzündlich. Häufig in Hopfen (daher bieriger Charakter mancher Sorten). | Sour Diesel, Headband, Girl Scout Cookies |
Temperaturen in der Nachtphase auf 16–18°C senken (DIF-Methode). Kälte stresst die Pflanze mild und stimuliert Terpen- sowie Anthocyan-Produktion als Schutzreaktion. Tagsüber normal 24–26°C halten. Kombination mit niedrigerer Luftfeuchtigkeit (40–45% RH in Woche 7–8) verstärkt den Effekt.
UVB-Strahlung (280–315 nm) stimuliert die Trichomproduktion als UV-Schutzreaktion. Dedizierte UVB-LEDs oder Reptilien-UVB-Leuchten (T5 HO) 2–4 Stunden täglich in Woche 5–8. Nicht zu früh starten (Stress in Blüte-Woche 1–3 kostet Ertrag). Kombination UVB + kältere Nacht = signifikant höheres Terpenprofil.
Terpene verdampfen bei Wärme und Trockenheit. Schnell-Trocknung (Ofen, Mikrowelle, zu warm) vernichtet das Terpenprofil unwiederbringlich. Optimal: 15–18°C, 55–60% RH, 10–14 Tage langsam trocknen. Anschließend 4–8 Wochen Curing in Mason Jars (täglich lüften) entwickelt das Profil weiter.
Terpenprofil verändert sich mit dem Reifegrad. Frühe Ernte (viele klare Trichome) = mehr cerebrale, weniger terpenreiche Wirkung. Spätere Ernte (50–70% Bernstein) = volleres, komplexeres Terpenprofil. Geruch der Pflanze kurz vor Ernte = guter Indikator. Wenn der Raum bei Tür öffnen sofort riecht: Terpen-Peak ist nah.
Reines THC-Isolat (synthetisch oder hochextrahiert) wirkt anders als die gleiche Menge THC in einer natürlichen Blüte. Terpene modulieren wie THC mit dem Endocannabinoid-System interagiert: β-Caryophyllen bindet direkt an CB2-Rezeptoren. Myrcen erhöht die Blut-Hirn-Schranken-Permeabilität für Cannabinoide. Pinen hemmt Acetylcholinesterase und mildert Gedächtniseffekte. Das Verhältnis THC:CBD:Terpene bestimmt den Charakter der Wirkung — nicht ein einzelner Wert.
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