| Spektrum | Wellenlänge | Relevanz Cannabis |
|---|---|---|
| UV-C | 100–280 nm | Keimtötend, schädlich für Pflanze — kein Einsatz |
| UV-B | 280–315 nm | Stimuliert Trichom-Schutzreaktion (Forschung läuft) |
| UV-A | 315–400 nm | Teils nützlich, in manchen LEDs enthalten |
| Violett/Blau | 400–500 nm | Wichtig für Veg — Chlorophyll-Absorption, kompakter Wuchs |
| Grün | 500–600 nm | Wenig Photosynthese, für Sichtprüfung im Grow nutzbar |
| Rot | 600–700 nm | Hauptantrieb Photosynthese und Blüte |
| Dunkelrot/Far-Red | 700–800 nm | Emerson-Effekt, Blüteauslösung bei kurzen Belichtungen |
Theorie: Cannabis-Pflanzen in natürlichen Höhenlagen (Himalaya, 2000–3500m) sind stärker UV-B ausgesetzt. Manche dieser Landraces haben höhere Harzproduktion. Laborstudien: einige Studien zeigen erhöhte Cannabinoid-Synthese bei UV-B-Exposition, andere zeigen keinen signifikanten Effekt. Probleme in der Forschung: kleine Stichprobengrößen, unterschiedliche Bestrahlungsintensitäten, Sortenunterschiede. Praxis-Konsens in der Community: einige Grower berichten von dichteren Trichomen nach UV-B-Einsatz. Eindeutiger Beweis und reproduzierbare Ergebnisse fehlen noch. UV-B ist kein Ersatz für Grundlagen: Genetik, Nährstoffversorgung, optimales Klima.
CMH (Ceramic Metal Halide, auch LEC — Light Emitting Ceramic) produziert ein volleres Spektrum als Standard-HPS und enthält natürliches UV-B. Warum viele Grower CMH für bessere Qualität schätzen: möglicherweise genau wegen des UV-B-Anteils. Vergleich: CMH 315W gibt mehr UV-B als typische LED-Quantum-Boards. Nachteil: weniger energieeffizient als beste LEDs (typisch 1,8 µmol/J vs. 2,4 µmol/J bei LED). Für Grower die sowohl UV-B als auch gute Effizienz wollen: CMH als alleinige Lampe oder als Ergänzung zu LED-Setup.
Sicherer Einsatz: UV-B nur in letzten 2–4 Wochen Blüte, 2–4 Stunden täglich. Lampe mindestens 50cm über Canopy. Nie in Box arbeiten wenn UV-B-Lampe an ist ohne UV-Schutzbrille. Überdosierung-Risiken: UV-Sonnenbrand auf Blättern (weiß-braune Flecken ähnlich Kalkflecken), Terpenverlust bei zu intensiver Bestrahlung. Dosierung: langsam steigern (1 Stunde/Tag starten, auf 2–4 Stunden erhöhen). UV-B ist keine "mehr ist mehr"-Situation — moderate Dosis kann positiv sein, hohe Dosis ist schädlich.
Ehrliche Einschätzung: für Einsteiger und mittlere Grows ist UV-B eine Nice-to-Have-Ergänzung, kein Muss. Der größte Effekt auf THC und Terpene kommt aus Genetik, korrektem Ernte-Timing und guter Trocknung/Curing. UV-B adressiert einen Faktor unter vielen. Sinnvoll wenn: bereits alle Grundlagen optimiert sind und man auf höchster Ebene poliert. Nicht sinnvoll wenn: pH-Probleme, Nährstoff-Ungenauigkeiten oder schlechtes Ernte-Timing noch ungeklärt sind — dort zuerst ansetzen.
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