| Zutat | Menge (50 L) | Funktion |
|---|---|---|
| Plagron Light Mix / Kokoserde (Basis) | 30 L | Nährstoffarme Basis, gute Struktur |
| Wurmkompost | 5 L | Nährstoffe + lebendiges Microbiom |
| Perlite | 3 L | Drainage, Belüftung |
| Biochar / Aktivkohle | 1 L | Mikroben-Habitat, Wasserreservoir |
| Hornspäne | 100 g | Stickstoff (langsam, monatelang) |
| Guano (Fledermaus/Seevogel) | 100 g | Phosphor für Blüte |
| Algenkalk / Dolomit | 50 g | Calcium/Magnesium + pH-Puffer |
| Urgesteinsmehl | 30 g | Spurenelemente, Silikat |
Der Boden einer gesunden Pflanze enthält Millionen Bakterien und Pilzhyphen pro Gramm. Mykorrhiza-Pilze bilden Netzwerke die bis zu 100× mehr Bodenvolumen erschließen als Wurzeln allein. Sie tauschen Wasser und Nährstoffe gegen Zucker (Photosynthese-Produkte) aus. Was das für Cannabis bedeutet: Nährstoffe werden von Mikroben in pflanzenverfügbare Formen umgewandelt — natürliches Puffersystem verhindert Überdüngung. Terpene und sekundäre Pflanzenstoffe werden durch Signale aus dem Microbiom mitgesteuert. Geschmacks-/Aromatypen die aus mineralisiertem Substrat nicht erreichbar sind. Komposttee (AACT) als Microbiom-Booster: Nährlösung mit Melasse und Kompost 24 Stunden belüften — Mikroben explodieren in der Population. Eingießen stärkt Bodenlebewesen.
Schritt 1 — Zutaten mischen: Basis-Substrat + organische Zutaten + Trocken-Dünger in großem Behälter gründlich vermengen. Schritt 2 — Befeuchten: gleichmäßig mit Wasser anfeuchten (nicht nass — feucht wie ausgedrückter Schwamm). Schritt 3 — Abdecken: Folie oder Deckel mit kleinen Lüftungslöchern. Schritt 4 — 30 Tage reifen lassen: täglich oder alle 2 Tage umrühren, feucht halten. Wärme bis 60°C normal (Kompostierungsprozess). Schritt 5 — Abkühlen: nach 2–3 Wochen fällt Temperatur. Dann bereit. Schritt 6 — Topf befüllen: untere 2/3 Super Soil, obere 1/3 normales Substrat (für Keimling/Steckling). Pflanzen erst dann setzen. Ohne Reifezeit: Nährstoffe zu heiß, Keimling stirbt.
Normalerweise: nach Ernte wird alles entsorgt, neues Substrat gekauft. No-Till: Pflanze an Stammbasis abschneiden, Wurzeln bleiben im Topf. Sie werden zur Nahrung für Mikroben und Würmer. Neue Deckschicht: 2–3 cm Wurmkompost obendrauf. Mulch (Stroh, Kakaoschalen) als Oberfläche. Neue Pflanze einsetzen. Über 3–5 Zyklen: Mykorrhiza-Netzwerk wird dichter, Nährstoffverfügbarkeit verbessert sich, Pufferkapazität steigt. Ergebnis: erfahrene No-Till-Grower berichten von deutlich verbessertem Aroma-Profil ab Zyklus 3. Vorraussetzung: große Töpfe (min. 30–50 L), keine Schädlinge/Krankheiten die im Boden überwintern können.
Chemische Pestizide und Fungizide töten das Microbiom. Chlor im Leitungswasser schadet Mikroben (Leitungswasser 24h offen stehen lassen oder Regenwasser nutzen). Mineralische Dünger in hohen Mengen unterdrücken Mykorrhiza (Pflanze braucht keinen Pilz wenn Nährstoffe frei verfügbar). Zu trockene oder zu nasse Erde. Living Soil und mineralische Düngung gleichzeitig funktioniert nicht optimal — man entscheidet sich für einen Ansatz.
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