Ein Cannabis Social Club (CSC) ist ein nicht-kommerzieller Verein, in dem Mitglieder gemeinsam Cannabis anbauen und untereinander abgeben — legal nach dem Cannabisgesetz (CanG) seit April 2024. In Brandenburg sind aktuell 16 Anbauvereine eingetragen, davon 9 offen für neue Mitglieder.
Brandenburg profitiert wie kein anderes Bundesland von der Strahlkraft Berlins — und entwickelt gleichzeitig eine eigenständige Cannabis Social Club-Szene. Potsdam als Landeshauptstadt und direkte Berlin-Nachbarstadt hat eine der aktivsten CSC-Szenen im Land. Cottbus als Strukturwandelregion (Kohleausstieg) entwickelt sich ebenfalls. Das Landesamt für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit (LAVG) koordiniert die CSC-Aufsicht. Die SPD-BSW-Koalition unter Dietmar Woidke setzt das CanG pragmatisch um. Ein besonderes Merkmal: Viele Berliner CSC-Interessenten, die in überfüllten Berliner Clubs keinen Platz finden, wenden sich an Clubs in Potsdam, Oranienburg oder Brandenburg an der Havel — die kurzen S-Bahn-Wege machen das praktisch.
Voraussetzungen für die Mitgliedschaft: mindestens 18 Jahre, Hauptwohnsitz in Deutschland, kein gleichzeitiges Mitglied in einem anderen Club. Die Mitgliedsbeiträge variieren je nach Club (typisch 10–30 €/Monat plus Produktkosten). Bei ausgebuchten Clubs lohnt eine Wartelisten-Anfrage.
Wichtige Begriffe:
Seit April 2024 darf jeder Volljährige bis zu 3 Pflanzen privat zuhause anbauen — ohne Vereinsmitgliedschaft.
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