| Methode | Vorteil | Geeignet für |
|---|---|---|
| Ast schütteln über Papier | Schnell, viel Pollen auf einmal | Wenn viele Säcke gleichzeitig offen sind |
| Säcke abschneiden + reifen lassen | Sauberster Pollen, keine Verunreinigung | Wenn Säcke noch nicht geöffnet, maximale Reinheit |
| Haarpinsel direkt auf Pflanze | Minimale Menge, präzise Bestäubung | Wenn nur ein Ast bestäubt werden soll |
| Plastikbeutel über Ast stülpen | Pollen bleibt im Beutel, kein Streubefall | Wenn Pollen-Verlust im Raum verhindert werden soll |
| Hermaphrodit-Pollen (Kolloidal-Silber) | Feminisierte Samen möglich | Professionelle Fem-Samen-Produktion |
Bei 12/12: nach 1–2 Wochen zeigen sich die ersten Pollen-Säcke (Bananformen an Internodien statt Kelch+Pistillen). Sofort isolieren: eigenes Zelt, eigener Raum, oder draußen. Ein einziger aufgeplatzer Pollen-Sack kann den gesamten Grow besamen wenn die Pflanze nicht isoliert ist. Männliche erkennen: kleine runde Säcke in Büscheln = männlich. Einzelne weiße Haare aus dem Kelch = weiblich. Aufbewahrung: männliche Pflanze separat weiterwachsen lassen bis Pollen-Sammlung.
Pollen-Säcke kurz vor dem Öffnen (leicht geschwollen, noch geschlossen) abschneiden. In flache Box legen, Zimmertemperatur, 24–48h — Säcke öffnen von selbst. Pollen durch feines Sieb (100–150µm) sieben um Pflanzenreste zu entfernen. Luftfeuchtigkeit ist der Feind: Pollen bei hoher Feuchte verliert innerhalb von Stunden Keimfähigkeit. Lagerung: trockenes Gläschen mit Silica-Gel-Päckchen. Kühlschrank = 1–2 Wochen. Tiefkühler (-18 bis -20°C) = Monate bis Jahre. Beschriften: Sorte + Datum.
Weibliche Pflanze in Blütewoche 3–5 (weiße Pistillen empfänglich). Pollen mit Pinsel oder Papierfaltblatt auf gewünschten Ast auftragen. Restliche Pflanze abdecken wenn nur Teil-Bestäubung gewünscht. Nach Bestäubung: 30 Minuten nicht anfassen, dann Pollen mit feuchtem Tuch wegwischen wenn nur bestimmte Stellen bestäubt wurden. Samen-Reife: 4–6 Wochen nach Bestäubung. Reife Samen: dunkelbraun, hart, Tigerstreifen-Muster. Unreife Samen: weiß, weich — nicht ernten.
Reguläre Samen (normal): aus männlicher + weiblicher Pflanze. Ca. 50% männlich, 50% weiblich. Stabiler, für Zucht und Breeding geeignet. Günstigere Samen.
Feminisierte Samen: aus Hermaphrodit-Pollen (durch Silber-Thiosulfat oder kolloidal Silber) + weiblicher Pflanze. Fast 100% weibliche Nachkommen. Für Heimgrow ohne Sexen-Aufwand ideal, aber: höhere Hermaphrodit-Neigung in der nächsten Generation.
Heim-Breeding: Mit regulären Samen und Phänotyp-Selektion (besten Phäno als Mutter-Steckling halten) lassen sich über mehrere Generationen eigene stabile Linien entwickeln.
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