Botrytis Grauschimmel Cannabis Buds erkennen stoppen
Krankheiten & Schädlinge

Botrytis bei Cannabis: Grauschimmel in Buds erkennen, entfernen und dauerhaft verhindern

Botrytis frisst von innen — wenn man den grauen Flaum sieht ist der Bud meist verloren. Die Lösung: frühe Erkennung an einzelnen welken Blättern und konsequente Luftfeuchte-Kontrolle unter 45% rH in der Spätblüte.

Botrytis-Stadien: was man wann sieht

Spinnmilben-Befall auf Cannabis-Blatt
Spinnmilben hinterlassen winzige helle Punkte auf der Blattoberfläche
Stadium Was man sieht Maßnahme
Frühstadium Einzelne Zuckerblätter innerhalb der Bud gelb-braun, welk — Rest der Pflanze gesund Betroffene Stelle vorsichtig öffnen, prüfen, Klima sofort korrigieren
Mittleres Stadium Mehrere welke Blätter, beim Öffnen: weicher brauner Kern im Bud Großzügig abschneiden (10cm Abstand), sofort entsorgen, Klima korrigieren
Fortgeschritten Grauer Flaum (Sporenmasse) sichtbar, Bud riecht muffig/schimmelig Gesamten Ast entfernen, Sporenkontamination im Raum beachten
Vollbefall Mehrere Buds betroffen, grauer Schimmel auch von außen sichtbar Frühernte erwägen für unbefallene Buds, gesamten Grow dokumentieren
Nach dem Grow Braune Flecken beim Trocknen — Botrytis kann auch nach der Ernte wachsen Trocknungsraum: 15-18°C, 45-50% rH, gute Luftbewegung, täglich kontrollieren

Sofortmaßnahmen bei Botrytis-Befall

Befallene Stelle sauber entfernen

Schere oder Skalpell desinfizieren (Isopropanol). Befallenen Bud mit 5–10cm Abstand zur sichtbaren Botrytis-Stelle abschneiden. Nie zupfen oder reißen — das verteilt Millionen von Sporen durch den ganzen Growraum. Direkter Weg: Befallenes Material in Plastiktüte, sofort versiegeln, raus aus dem Grow. Schere nach jedem Schnitt wieder desinfizieren.

Klima sofort anpassen

Luftfeuchte: Ziel unter 45% rH — sofort. Entfeuchter, wenn nötig auch Fenster öffnen und Ventilator hochdrehen. Temperatur-Differenz Tag/Nacht minimieren: wenn nachts die Temp unter 18°C fällt kondensiert Feuchtigkeit direkt auf den Buds — das ist der häufigste Trigger für Botrytis-Ausbrüche in der Spätblüte. Luftzirkulation: Ventilator direkt auf die Buds richten — Luft muss durch die Bud-Struktur strömen.

Vorsorgliche Defoliation nach Befall

Nach dem Entfernen befallener Stellen: überschüssige Blätter um verbliebene dichte Buds entfernen. Ziel: Luft kommt überall durch. Lollipopping der unteren Bereiche wenn noch nicht gemacht. Bei sehr spätem Befall (letzte Woche): Frühernte der unbefallenen Buds erwägen statt das Risiko einer Ausbreitung einzugehen.

Luftfeuchte-Zielwerte: Blütephasen

Vegetationsphase: 55–70% rH — Pflanzen mögen es feucht, kein Schimmelrisiko bei gutem Airflow.
Frühe Blüte (Woche 1–4): 45–55% rH — Buds noch klein, gut durchlüftet.
Mittlere Blüte (Woche 5–7): 40–50% rH — Buds verdichten sich, Risiko steigt.
Spätblüte (Woche 8+): 35–45% rH — Ziel unter 40% wenn Buds sehr dicht sind.
Trocknung: 45–55% rH, 15–18°C — langsam trocknen verhindert Botrytis beim Trocknen.
Messung: Thermometer/Hygrometer direkt in der Canopy, nicht an der Growroom-Wand.

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Häufige Fragen

Einzelne Zuckerblätter innerhalb der Bud werden gelb-braun und welk — Rest der Pflanze ist gesund. Bud vorsichtig öffnen: grauer Flaum oder weicher brauner Kern = Botrytis. Von innen nach außen faulend.
Befallene Stelle großzügig abschneiden (5–10cm Abstand), sofort in Tüte verpacken, raus. Nie zupfen. Luftfeuchte sofort unter 45% rH senken, Ventilator auf Buds richten.
Luftfeuchte unter 45% rH in der Spätblüte. Gute Luftzirkulation durch die Buds. Tag/Nacht-Temperaturdifferenz gering halten (kein Kondensationsrisiko). Defoliation für Luftdurchzug.
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