| Produkt | Was es tut | Kosten |
|---|---|---|
| AACT (selbst gemacht) | Lebende Bakterien + Pilze aus Kompost, breites Spektrum | <5€ Material + Aquariumpumpe |
| Mykorrhiza-Granulat | Spezifische Pilze (Glomus-Arten) für Wurzelsymbiose | 10–25€ pro Packung |
| Trichoderma-Produkte | Nützliche Pilze gegen Pathogene (Wurzelfäule-Schutz) | 15–30€ |
| Bacillus subtilis (flüssig) | Bakterien gegen Wurzelfäule und Botrytis | 15–25€ |
| Kelp / Seealgenextrakt | Wachstumshormon-Analoga + Spurenelemente, fördert Mikroben | 10–20€ |
Wasser (10L, chlorfrei: 24h stehen lassen oder Karbonstift verwenden). Reifer Wurmkompost oder guter Gartenkompost (2–3 Handvoll). Ungeschwefelte Melasse (1–2 EL — Bakterien-Futter). Optional: Fischhydrolysat (1 EL), Kelp-Extrakt (1 EL), Aloe vera. Ausrüstung: 10L-Eimer, Aquariumpumpe mit Schlauch und Luftstein, alter Strumpf oder Netzbeutel für den Kompost. Kompost nicht direkt ins Wasser geben — im Beutel halten und später rausnehmen.
Kompostbeutel ins Wasser, Melasse einrühren, Luftstein aktiv laufend. Temperatur: 20–24°C für optimale Mikroben-Vermehrung. Nach 24h: Tee sollte schaumig sein und leicht erdig-süßlich riechen. 48h: maximale Mikroben-Konzentration. Nicht länger: Nährstoffe erschöpfen sich, Tee kann kippen. Gutes Zeichen: aktiver Schaum, lebendiger Geruch. Schlechtes Zeichen: faulig, schwefelig, Schimmel auf der Oberfläche — wegschütten, nicht verwenden.
Sofort nach Ende der Brauzeit gießen — nach 4–6h verliert der Tee schnell Wirksamkeit da Sauerstoff abnimmt. Als Gießwasser: 20–30% AACT, Rest normales Wasser. Direkt an die Wurzelzone gießen. Auch als Blattspray möglich (Kompostbeutel entfernen, feines Sieb, dann sprühen) — besonders gegen Botrytis und Mehltau-Prophylaxe. Frequenz: alle 2–4 Wochen. Beim Umtopfen einen frischen AACT gießen für schnelle Substrat-Besiedelung.
Ja, lohnt sich: Organische Grows (Supersoil, No-Till, Komposterde), Outdoor-Grows, als Prophylaxe gegen Wurzelfäule, nach dem Umtopfen für schnellen Start, bei ausgelaugtem Substrat im zweiten Grow-Durchlauf.
Weniger sinnvoll: Coco-Coir (inert, kaum Biologie zu etablieren), Hydro/DWC (Bakterien stören das System), chemisch-mineralische Protokolle mit hoher EC (tötet Mikroben).
Kompost-Qualität ist entscheidend: Aus schlechtem Kompost kommt schlechter Tee. Wurmkompost (Vermikompost) hat die beste Mikroben-Diversität. Normaler Gartenkompost funktioniert auch wenn er wirklich reif ist (kein Frischkompost!).
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