Ein genehmigter Anbauverein hat die offizielle Anbauerlaubnis der zuständigen Landesbehörde nach § 11 Konsumcannabisgesetz (CanG) erhalten. Erst mit dieser behördlichen Erlaubnis darf ein Verein legal Cannabis anbauen — und nur genehmigte Clubs dürfen das Cannabis an ihre Mitglieder weitergeben.
Vereine, die sich zwar als Anbauverein oder Cannabis Social Club (CSC) bezeichnen, aber noch keine Genehmigung erhalten haben, sind als Verein in Gründung oder Verein ohne Erlaubnis zu verstehen. Mitglieder dort können kein legal produziertes Cannabis erhalten — das Risiko liegt beim Mitglied.
| Status | Bedeutung | Cannabis-Abgabe erlaubt? |
|---|---|---|
| Genehmigt (aktiv) | Anbauerlaubnis nach § 11 CanG erteilt, Betrieb läuft | Ja — an eingetragene Mitglieder |
| Warteliste | Genehmigt, aber keine freien Mitgliedsplätze | Nur an bestehende Mitglieder |
| In Gründung / Antrag gestellt | Vereinsregistrierung erfolgt, Genehmigung beantragt aber noch ausstehend | Nein — noch nicht erlaubt |
| Nicht genehmigt | Kein gültiger Antrag oder abgelehnt | Nein — illegal |
Diese Merkmale zeigen, ob ein Anbauverein wirklich genehmigt ist:
Auf CannaSocialClub.de sind ausschließlich Vereine gelistet, die ihren Genehmigungsstatus aktiv hinterlegt haben. Der Status-Badge (grün = aktiv, gelb = Warteliste) zeigt dir sofort, ob Plätze frei sind.
Genehmigte Anbauvereine gibt es in allen 16 Bundesländern. Die Anzahl und Dichte variiert stark — abhängig von der Behördenhaltung und dem Gründungsklima vor Ort.
Das Genehmigungsverfahren nach § 11 CanG dauert je nach Bundesland unterschiedlich lang. Der Antrag umfasst Satzung, Anbaukonzept, Sicherheitsnachweis, Suchtpräventionsplan und Vereinsregistereintrag:
| Bundesland | Durchschnittliche Dauer | Behördenhaltung |
|---|---|---|
| Hamburg | 6–10 Wochen | Konstruktiv, frühzeitig strukturiert |
| Bremen | 6–10 Wochen | Sehr konstruktiv, klare Leitfäden |
| Niedersachsen | 6–12 Wochen | Pragmatisch, NLGA koordiniert Aufsicht |
| Hessen | 8–12 Wochen | Klare interne Leitfäden vorhanden |
| NRW | 6–12 Wochen | Kreisordnungsbehörden, unterschiedlich schnell |
| Rheinland-Pfalz | 8–14 Wochen | SPD-Regierung, konstruktive Umsetzung |
| Baden-Württemberg | 10–16 Wochen | Strenger, aber strukturiert |
| Berlin | 8–14 Wochen | Hohe Clubdichte, gut eingespielt |
| Brandenburg | 10–16 Wochen | Aufbauphase, variierend |
| Sachsen | 10–16 Wochen | Städte schneller als Landkreise |
| Bayern | 4–6 Monate | Restriktiv — CSU-Regierung bremst aktiv |
Bayern hat die bundesweit restriktivste Behördenhaltung gegenüber Anbauvereinigungen. Die CSU-geführte Staatsregierung hat das CanG aktiv bekämpft — erfolglos, da das Bundesverfassungsgericht das Gesetz bestätigte. Dennoch: Trotz erschwerter Bedingungen gibt es in Bayern bereits genehmigte Anbauvereine in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Bayreuth und Traunstein.
Genehmigungen in Bayern dauern erfahrungsgemäß 4–6 Monate. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) koordiniert die Aufsicht — die eigentliche Genehmigung erteilen die Kreisverwaltungsbehörden (Landratsämter + kreisfreie Städte). Alle genehmigten bayerischen Clubs findest du auf der Bayern-Übersichtsseite.
Auf CannaSocialClub.de findest du 322 Clubs mit Genehmigungsstatus — filterbar nach Bundesland, Status und offenen Plätzen.
In vielen ländlichen Regionen und kleinen Städten gibt es noch keine genehmigten Anbauvereine oder die Wartelisten sind voll. Dann gibt es zwei legale Alternativen:
Medizinisches Cannabis gibt es legal per Rezept — ohne Wartezeit, direkt per Post.
Weiterführend: Cannabis Anbauverein: Messen, Events & kompletter Ratgeber auf cannamesse.de
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