413 genehmigte Anbauvereinigungen, 864 Anträge bundesweit. Ein Vergleich, der zeigt: Wo du wohnst, entscheidet stark über deine Wartezeit.
Zwei Jahre nach Inkrafttreten des Cannabisgesetzes (CanG) zieht das Hanfjournal Bilanz: 413 Anbauvereinigungen sind bundesweit genehmigt, bei insgesamt 864 gestellten Anträgen. Mehr als jeder zweite Antrag wartet damit noch auf Bearbeitung oder wurde abgelehnt — die Umsetzung ist von Bundesland zu Bundesland höchst unterschiedlich.
| Bundesland | Anbauvereinigungen je 100.000 Einw. | Einordnung |
|---|---|---|
| Niedersachsen | 1,06 | Spitzenreiter, eigene öffentliche Vereinsliste |
| Hamburg | 0,91 | Sehr pragmatische Genehmigungspraxis |
| Brandenburg | 0,82 | Überdurchschnittlich für ein Flächenland |
| NRW | — | Absolut die meisten Anbauvereine bundesweit |
| Bayern | deutlich unter 0,1 | Abgeschlagen — nur rund 9 Clubs genehmigt |
Niedersachsen veröffentlicht als bislang einziges Bundesland eine offizielle, öffentliche Liste genehmigter Anbauvereinigungen über die Landwirtschaftskammer — ein Transparenz-Vorbild, das die Auswahl für Interessierte deutlich vereinfacht. Bayern dagegen verlangt Sondergebiete nach Baurecht, die in vielen Kommunen gar nicht existieren — was zur laufenden Musterklage von Hanfverband und CSC Inntal geführt hat.
Die Wahrscheinlichkeit, zeitnah Mitglied in einer Anbauvereinigung zu werden, hängt stark von deinem Wohnort ab. In Niedersachsen, Hamburg oder Brandenburg sind die Chancen aktuell deutlich besser als in Bayern. Nutze unsere interaktive Karte, um freie Plätze in deiner Nähe zu finden, oder informiere dich im Ratgeber zum Anbauverein finden über Alternativen bei langer Wartezeit.
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