Das vollständige Verzeichnis aller Anbauvereine (Cannabis Social Clubs) in Deutschland — 322 Clubs, alle 16 Bundesländer, interaktive Karte.
Ein Anbauverein — offiziell Anbauvereinigung nach § 11 Cannabisgesetz (CanG) — ist ein nicht-kommerzieller Verein, in dem volljährige Mitglieder gemeinsam Cannabis für den persönlichen Konsum anbauen. Seit dem 1. April 2024 ist das in Deutschland legal: Das CanG erlaubt Anbauvereinen den gemeinschaftlichen Eigenanbau und die Weitergabe von Cannabis an ihre Mitglieder — maximal 500 Mitglieder pro Verein, maximal 25g je Abholtermin.
Der Begriff Anbauverein ist der umgangssprachliche Begriff für das, was das Gesetz als „Anbauvereinigung" bezeichnet. International wird er auch Cannabis Social Club (CSC) genannt — beide Begriffe beschreiben dasselbe Modell. Auf CannaSocialClub.de sind aktuell 322 Anbauvereine in allen 16 Bundesländern verzeichnet.
Ein Anbauverein funktioniert wie ein klassischer Verein — mit Satzung, Vorstand, Mitgliederversammlung und Vereinsregistereintrag — kombiniert mit einer behördlichen Anbauerlaubnis nach § 11 CanG. Der Verein baut Cannabis an, die Mitglieder können es gegen eine Unkostenbeteiligung abholen. Verkauf ist verboten. Wichtige Regeln:
| Regelung | Detail |
|---|---|
| Abgabemenge | Max. 25g/Tag, 50g/Monat (unter 21: 30g/Monat, max. 10% THC) |
| Mitgliedergrenze | Max. 500 Mitglieder pro Anbauverein (§ 11 Abs. 2 CanG) |
| Mindestalter | 18 Jahre — kein Ausnahmen |
| Wohnsitz | Hauptwohnsitz in Deutschland (nicht zwingend im selben Ort) |
| Mehrfachmitgliedschaft | Nur in einem Anbauverein gleichzeitig erlaubt |
| Mindestabstand | 200m zu Schulen, Kitas, Spielplätzen (Anbauort) |
| Suchtprävention | Jeder Club braucht einen Suchtpräventionsbeauftragten (§ 22 CanG) |
Die Mitgliedschaft in einem Anbauverein ist keine Flatrate — sondern eine Unkostenbeteiligung an den tatsächlichen Anbaukosten. Typische Kostenstruktur bundesweit:
| Kostenart | Typische Spanne | Hinweis |
|---|---|---|
| Aufnahmegebühr | 0–50 € | Einmalig beim Beitritt |
| Monatsbeitrag | 10–80 € | Deckung der Betriebskosten |
| Gramm-Preis | 3–8 € / g | Je nach Club, Qualität & Region |
| Jahreskosten (typisch) | 360–960 € | Ohne Produktkosten |
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| Merkmal | Anbauverein | Eigenanbau (3 Pflanzen) |
|---|---|---|
| Aufwand | Kein Anbau-Aufwand | 2–10 Std./Woche |
| Startkosten | 0–50 € Aufnahme | 200–1.500 € Setup |
| Ertrag | 50g/Monat (Erwachsene) | 3 Pflanzen, kein Limit |
| Qualitätskontrolle | Labortests (§ 19 CanG) | Selbst verantwortlich |
| Empfehlung | Für Wohnungsmieter & Anfänger | Für Enthusiasten mit Platz |
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7 Schritte: Satzung, Registrierung, Anbauerlaubnis
Voraussetzungen, Antrag & erste Schritte im Club
Was kostet ein Anbauverein? Alle Gebühren im Überblick
Was ist besser? Kosten, Aufwand & Ertrag verglichen
CanG § 11: Warteliste, Überschreitung & Rechtsfolgen
Standards, Pflichten & Best Practices für Clubs
Gemeinnützigkeit, USt & steuerliche Pflichten
Köln, Düsseldorf, Ruhrgebiet — Clubs, Behörden & Kosten
Kreuzberg, Neukölln — LaGeSo, Bezirke & Kosten
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